Ich habe vor einiger Zeit einen departmentinternen Kommentar zur Freiwilligkeit des Spiels verfasst, den ich im Folgenden online stellen will. Es würde mich interessieren, ob es hier gegenteilige Ansichten gibt.
Die Freiwilligkeit des Spiels ist eine theoretische Annahme deren Begründung in den Ergebnissen der kulturhistorischen Untersuchung der Spielens liegt. So beschreibt der Kulturanthropologe Johan Huizinga in seinem 1938 erstmals erschienenen Buch "Homo Ludens" das Spiel (im Sinne des englischen Begriffs "play") basierend auf seinen anthropologischen Studien als eine freiwillige Aktivität, die ausserhalb des "echten" Lebens, immersiv, unproduktiv und regelbezogen innerhalb vorgegebenen Grenzen in Zeit und Raum abläuft und zur Bildung sozialer Gruppen führt.
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Die vergangenen zwei Wochen waren für mich, als Projektleiter der BuPP im Jugendministerium, von der - vom Amoklauf in Emsdetten (Bericht im Spiegel) ausgelösten - Debatte über sie so genannten "Killerspiele" geprägt. In zahlreichen Gesprächen und Interviews zum Thema aber auch aus der Beobachtung der Medienberichterstattung dazu, wurden für mich einige Punkte deutlich, die ich mit meiner ersten Wortmeldung hier kurz zusammenfassen möchte:
Mehr "Was von der "Killerspiel"-Debatte bleibt" »
Vor kurzem stieß ich auf einen Videomitschnitt eines alten Venlo-Meetings aus dem Jahr 1992. Interessanterweise ist nur wenigen bekannt, welchen fundamentalen Einfluss dieser niederländische Ort auf die europäische Computerspielkultur hatte. In den späten 1980iger Jahren fanden dort die ersten größeren Copy-Parties statt aus denen sich später die Demo-Party und LAN-Party Szenen entwickelten. Wann diese Bewegung genau startete lässt sich heute leider nur mehr schwer herausfinden. Kleinere Copy-Parties wurden ab etwa 1984 veranstaltet. Das erste dokumentierte Venlo-Meeting fand am 19.Dezember 1987, also fast genau vor 19 Jahren, statt.
In diesen Tagen macht es Sinn sich vor Augen zu führen, warum gerade Venlo zu einer Art Geburtsort der europäischen Computerspielkultur wurde.
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