Ha, endlich kann ich das mal ausprobieren, wie es ist, so richtig Profi-Blogger-mäßig eine Konferenz zu kommentieren. Aus Cambridge, Massachusetts meldet sich also die nächsten drei Tage die rasende Reporterin Doris mit den aktuellesten Themen und brand heißesten Vorträgen der MIT5 Media in Transition Konferenz.
Bisher weiß ich nich nicht besonders viel. Bin gerade angekommen (3 Stunden verspätet, weil das Flugzeug, in das wir in Heathrow hätten einsteigen sollen rostig war und wir umgesiedelt wurden in ein anderes) , wohne wieder in meiner alten Gaststätte, die mich schon während meines Semesters am MIT 2006 beherbergt hat und schlafe wie die Prinzessin auf der Erbse auf einem 1m hohen Bett (!!) im winzigsten Zimmer, das man sich denken kann.
Generell geht es bei der MIT5 Konferenz (5, weil sie heuer zum 5. mal stattfindet) um die Frage, wie neue Technologien die Medienkultur verändern, und zwar hinsichtlich Rezeption sowie Produktion. Das Programm ist irre ufmangreich (die scheinen teilweise 11 parallele Tracks zu haben!) und ich stell mich und mein armes Nervensystem schon mal auf ein paar Tage voller Kaffee und wenig Schlaf ein.
Gemeinsam mit Pilar Lacasa (Universität Alcala, Spanien) und Tuula Nousiainen (Finland) bestreite ich ein Panel zum Thema "Popular Culture and Learning Environments". Wobei ich gestehen muss, dass Pilar mich quasi getreten hat, eine Fallstudie einzureichen, die ich schon vor ziemlich langer Zeit geschrieben hab und in der ich das emotionale Design von "Silent Hill-Restless Dreams" analysiere.
Ich bin froh, die Arbeit nicht nur für mich geschrieben zu haben (mittlerweile können allerdings auch schon ein paar arme Studierende ein Lied davon singen!), aber eigentlich ist es schon lustig, wie sie nun in diesen Rahmen geraten ist. Sie passt insofern, als ich darüber reden werd, wie das Spiel menschliche Grundbedürfnisse anspricht, Realitätsstatus vermittelt bzw. das Irreale plausibel macht und Interesse reguliert (Verschränkung von Regeln und Fiktion, Verschachtelung von Zielen und Subzielen etc.) - alles nicht völlig unwichtig für das SpielerInnen Involvement und somit auch interessant für Lernspiele (weil: nix involvement, nix lernen).
So, jetzt geh ich aber erst mal was einkaufen, schauen ob der Supermarkt noch existiert, der die tolle Salatbar hat. Seufz. Es ist schon ein bisschen wie nach Hause kommen.
Morgen gibt's mehr...mehr konferenzbezogen Inhaltliches. Stay tuned and always remember: you read it first at gamestudies.at ;-)
Konferenzblogging ist eine spannende Angelegenheit. Für uns Daheimgebliebene gibt das immerhin die Chance ein bisschen dabei zu sein. Mein Feedreader harrt also schon der weiteren Berichte...
Wünsche noch schmackhaftes Salatessen.
Kommentiert von: Robert Lender | Freitag, 27. April 2007 um 21:16 Uhr