Vom 17. -19. Oktober findet die Fachtagung "Future and reality of Gaming" (F.R.O.G.) im Rahmen der Games City im Wiener Rathaus statt. Das Thema "Spiel" ist am 26. September auch Thema beim sg. Zukunftsgipfel der Österreichischen Medientage 08.
Vor dem Hintergund, wie Spiele die Mediengestaltung/Produktion und auch die kommerzielle Kommunikation (Werbung) verändern, sprechen u.a. Michael Wagner über eSport und Tom Hosking über Werbung in Spielen. Tom Hosking ist Manager bei Massive, einer Microsoft-Tochter mit Fokus auf InGame-Advertising. Und ich bin gespannt, ob er Bezug auf X-Box-Live nehmen wird oder sich doch mehr dem Thema Vermarktung widmen wird.
Weitere Themen an diesem Tag sind Skill Games sowie die Strategien der Medienmacher im Bereich Gaming. Interessant in dem Zusammenhang ist, dass es seitens der Printverlage scheinbar noch keine Vorhaben zu Games gibt. Als Verantwortlicher für das Programm beim Zukunftsgipfel musste ich festsstellen, daß es keinerlei Expertisen bei Zeitungs- und Magazinverlagen gibt.
Während sich TV-Broadcaster schon sehr intensiv, wenn auch nicht immer stringent, in diesem Bereich engagieren, sind die Holtzbrinck Gruppe und der Springer Verlag noch mit Webportalen und Online-Strategien beschäftigt. Man kauft studiVZ ein und konzentiert sich statt auf die Spielmechaniken in der Community auf - ja auf was eigentlich!?
In der Zwischenzeit übernehmen die Spielehersteller das Kommando in Sachen Konvergenz. Nach einem Wochenende mit SPORE stelle ich fest - nie war es leichter via YouTube und Facebook das Spiel fortzusetzen.
Im Spiel kann man seine Videos sofort auf YouTube hochladen, und als ich mich heute auf Facebook eingeloggt habe, konnte ich meinen Avatar aus der Onlinedatenbank des Spiels laden. Übrigens auch jene Experimente, die ich beim Creator im Spiel machte ohne daran zu denken, dass diese Entwürfe jemand sehen könnte, z.B. mein Therapeut ;)
Man mag vielleicht in Hamburg oder in der Wiener Muthgasse die bereits stattfindende Konvergenz der Medien Game-Film-Web ignorieren. Aber gerade deshalb könnte man mit Verlegern über wirtschaftliche Nachhaltigkeit angesichts der Entwicklungen bei Spielen leidenschaftlich diskutieren (für mich ein Déjà-vu aus der Zeit, als die Verleger das Internet tot-reden wollten).
Vielleicht ergibt sich das eine oder andere Gespräch dazu beim Zukunftsgipfel der Österreichischen Medientage am Freitag, 26. September (Beginn 9 Uhr, Eintritt: EUR 50,--).
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