Nach vier Jahren kann man bei der fünften Ausgabe der „Ski Challenge“ durchaus schon sagen: Alle Jahre wieder. Diese Woche startete die Ski Challenge 09. In den Foren und auch auf der offiziellen (österreichischen) Website zum Spiel gibt es alle Neuigkeiten zum Gratisspiel nachzulesen.
Aber besonders interessant ist die erstmalige Zusammenarbeit mit dem Jugendministerium. Schulklassen und Jugendgruppen können als Teams in einem eigenen Wettbewerb starten. Zu gewinnen gibt es u.a. eine finanzielle Unterstützung für den Skikurs. Dazu ist es notwendig das Finale am 14. Februar 2009 zu erreichen. Dort treten ausgewählte Fahrer der besten acht Teams gegeneinander vor Publikum an. Es wäre interessant eine Dokumentation über die kommenden drei Monate zu sehen. Wie organisiert sich eine Schulklasse für dieses Projekt? Welche Fähigkeiten werden gefordert und gefördert?
Der ORF und sein Public Value ist derzeit in Diskussion. Umso beachtenswerter ist diese Zusammenarbeit des Öffentlich-rechtlichen Rundfunks oder besser gesagt der Online-Tochter des ORF mit dem Ministerium. Computerspiele statt Fernsehen und Radio? Die "Initiative zur Förderung von Schulskikursen" mit einem Computerspiel klingt für manche vielleicht wiedersprüchlich oder wie ein Marketing-Gag des ORF. Tatsächlich ist es aber eine durchaus adäquate Form dem öffentlich-rechtlichen Auftrag nachzukommen die man dem ORF nicht verwehren sollte.
Bin ganz deiner Meinung, dass man dem ORF diese Möglichkeit nicht nehmen sollte. Auch wenn die Skikursaktion ein wenig nach Feigenblatt aussieht. Das macht sie aber nicht automatisch schlecht.
Mehr sorgen macht mir, dass zum 5ten Mal die gleichen 10 Personen dominieren werden und wohl die gleichen 3 Personen sich die Siege untereinander ausmachen werden. Das nimmt das Interesse am Event. Ohne spannenden und abwechslungsreichen Rennausgängen verliert der e-sport genauso wie der real-sport.
Kommentiert von: Peter | Donnerstag, 11. Dezember 2008 um 16:51 Uhr
@peter Wir untersuchen ja derzeit die Wahrnehmung von eSport. Du hast recht, die 10 Leute, die erneut die Rangliste dominieren, kennt man schon. Und das ist vielleicht auch das Kernproblem. Was hier meines Erachtens noch fehlt ist der Wandel der Charaktere. Es gibt kein Gut, es gibt kein Böse. Keinen Liebling und keinen Herausforderer. Es fehlt das Drama. All das findest Du aber im Wettkampf auf der Bühne vor. Und deswegen ist meiner Meinung nach der Transfer des eSports in die Arena und die (adäquate) mediale Umsetzung des Wettkampfs notwendig. Hier würde ich ansetzen. Für mich ist deshalb die Rangliste beim offiziellen Online-Weltcup sekundär. In dem Zusammenhang ist es - unabhängig vom Spitzensport - viel wichtiger noch einmal, und vielleicht erfolgreicher als mit den Skiclubs damals, die Meta-Wettkämpfe zu etablieren. Das neue Gruppen-Feature könnte für diesen Zweck funktionieren - also den Breitensport fördern. Und die Skikurs-Aktion ist eine Möglichkeit, die auch wahrgenommen werden muss - von Schülern wie Lehrern.
Kommentiert von: Andreas Wochenalt | Freitag, 12. Dezember 2008 um 10:10 Uhr
Stimmt, die Dramaturgie im Sport lebt sicherlich von den 3 Minuten die der Sportler hat um seine Leistung "runter zu bringen". Das hat man damals im Goleador auch schon durchschimmern sehen. Wenn der Fahrer nur 1, 2 oder 3 Mal antreten kann verändert das dass Spiel für Spieler wie Zuseher enorm. Das Prinzip kann man auf Skigruppenausweiten.
Und bei der Skikursaktion gibts sicherlich jetzt mal auch eine "Hol-Schuld" durch die Schulen. Bei meiner nicht unbedingt positiven Erfahrung mit Medienpädagogik in Schulen bin ich da aber eher reserviert und für positive Überraschungen offen.
Kommentiert von: Peter | Freitag, 12. Dezember 2008 um 13:19 Uhr