Heute startet das Recruiting für eine Agentenjagd in Wien. Das Alternate Reality Game "The Vienna Project" ist eine private Initiative von Roman Mittermayr, einigen seiner Freunde und freiwilligen Helfern. Dabei kommen alle Elemente von Alternate Reality Games zum Einsatz. Ein österreichisches Projekt mit berechtigtem Anspruch auf Aufmerksamkeit.
Im Mai/Juni 2009 gab es schon die ersten Gerüchte um das Spiel auf Twitter und im Facebook. Und jetzt ist es soweit. In der Recruiting-Phase von "The Vienna Project" gilt es nun div. Rätsel zu lösen. Bis zum eigentlichen Spieltag am 22. August 2009 gilt es mehrere Recruiting-Missionen zu erledigen. Die Kommunikation erfolgt über die Website http://www.theviennaproject.com und div. Social Web-Dienste (Twitter-Hashtag: #tvp09). In Folge jagen am 22. August 16 ausgewählte Spieler/innen >The Vanished Agent< durch Wien.
The Vienna Project 09: The Offical Trailer from Roman Mittermayr on Vimeo.
Das Besondere am Projekt "The Vienna Project" ist die Tatsache, dass es sich um kein kommerzielles Spiel handelt. Alle Mitarbeiter, u.a. der Autor dieser Zeilen, arbeiten ohne Bezahlung an dem Projekt. Aus dem Netzwerk der (Micro)Bloggerszene in Österreich wird das Projekt mit Know How für Marketing, Storytelling, Eventmanagement und Programmierkenntnissen umfangreich unterstützt. So wurde z.B. für die Lokalisierung der Spieler am Spieltag eine eigene Android-Applikation gebaut. Die Re-Finanzierung der wenigen kostenpflichtigen Bestandteile zum Spiel, z.B. die dafür notwendigen Smart Phones oder die Bereitstellung der Locations, erfolgt durch Kleinsponsoren und aus privaten Mitteln.
Interessant aus der Sicht der Game Studies ist die Frage, wie die Spieler an die Aufgaben in der Recruiting-Phase und vor allem am Spieltag selbst herangehen werden. Welche Mittel werden beim Spiel eingesetzt um sich durchzusetzen? Wie teamfähig sind die Spieler ob der Tatsache, dass es nur 1 Sieger geben wird? Und wie partizipieren die "Zuseher" am Spieltag?
In den Diskussionen bei den Vorbereitungen zum Spiel hat sich gezeigt, dass gerade die Frage, wie die Partizipation von jenen, die nicht zu den 16 ausgewählten Spielern zählen, erfolgen wird, jetzt noch nicht beantwortet werden kann. Und das wird die größte Herausforderung für die Game Designer werden.
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