Bei der Durchsicht des Weblogs musste ich feststellen, dass ich schon seit längerer Zeit keinen echten inhaltlichen Beitrag mehr gepostet habe. Folgender Kommentar soll diesen "Mangel" ein bisschen korrigieren. Dabei möchte ich mich in ein Thema im wahrsten Sinne des Wortes vorwagen, welches nicht nur mir relativ neu ist sondern das man auch in der klassischen Game Studies Literatur ausgesprochen selten bis gar nicht sieht. Es geht um das Verständnis des Spiels in der psychoanalytische Theorie sowie der Psychotherapie und daraus ableitbare Erkenntnisse für das Kerngebiet der Computerspielforschung.
Mehr "Gesund durch Zerstörung - Gedanken zur psychoanalytischen Spieltheorie" »
Die Motivation für folgenden Beitrag entstand aus einer sehr emotionalen Email, die der finnische Computerspielwissenschaftler Frans Märyä vor ein paar Tagen als Reaktion auf den Amoklauf im finnischen Tuusula an die Gamesnetwork Mailingliste geschickt hat. Wie in den Fällen davor war auch der finnische Amokläufer ein Fan von Egoshooter Spielen. Was die Situation diesmal aber dramatisch unterscheidet und in meiner Wahrnehmung für das nähere Verständnis des Phänomens der schulischen Amokläufe extrem wichtig macht ist die Tatsache, dass hier ausgerechnet das pädagogische Vorzeigeland Finnland betroffen ist.
Zu allererst möchte ich daher mit aller Deutlichkeit bemerken, dass hiermit der von Christian Pfeiffer gebetsmühlenartig verbreitete Unsinn eines Zusammenhangs zwischen Mediennutzung, Gewalt und Schulsystem meiner Meinung nach ein für alle mal ad absurdum geführt wurde.
Mehr "Schatten über Tuulusa" »
Vom 30.5. bis 31.5. fand die 4. Internationale eSport Konferenz erstmals in Köln, dem Austragungsort der 2008 WCG Finals, statt. Als Location wählte Konferenz Mastermind Frank Sliwka vom Deutschen eSport Verband das wirklich sensationelle Heimstadion des 1.FC Köln. Ich war zum dritten Mal bei der eSport Konferenz dabei und habe von den zahlreichen Diskussionen und Vorträgen viele Ideen mitgenommen, die in nächster Zeit sicherlich noch das eine oder andere Posting von mir beeinflussen werden. Heute möchte ich mich zunächst aber mit einigen grundlegenden Eindrücken beschäftigen.
Mehr "eSport Konferenz im Fußballstadion" »
Vor einigen Tagen stellte Linden Labs den Source Code des Second Life Viewers unter eine Open Source Lizenz (Pressemitteilung). Dies ist ein durchaus interessanter Schritt und man darf gespannt sein, ob die Strategie von Linden Labs, über diese Offenlegung des Source Codes die kommerzielle Verwendung von Second Life anzuheizen, erfolgreich sein wird. Gleichzeitig kratzt Linden Labs damit aber auch an einer virtuell-politischen Entwicklung, die ähnlich revolutionär sein könnte wie die Einführung von Eigentumsrechten an digitalen Objekten.
Mehr "Aufbruch in eine digitale Neuzeit?" »
Am 20. Dezember fand in Teen Second Life das “A World Fit For Children Festival” statt. Unter den TeilnehmerInnen fand sich auch Henry Jenkins, der in einem eigens für ihn angefertigten Avatar eine kesse Sohle auf das virtuelle Parkett legte. Ein sehenswertes Video dazu findet sich auf der Seite der Global Kids' Digital Media Initiative. Teen Second Life ist eine eigens für Jugendliche entwickelte Version von Second Life mit einer Alterbeschränkung von 13 bis 17. Erwachsene sind nur in Ausnahmefällen erlaubt.
Mehr "Die 10 Gebote von Teen Second Life" »
„Make Love, not WarCraft” ist der Titel einer am 4.10.2006 in den USA das erste Mal ausgestrahlten Folge der Zeichentrickserie South Park, welche vom amerikanischen Sender Comendy Central mit einem Gemisch aus kleinkindlicher Ästhetik und deftigem Humor für ein erwachsenes Publikum produziert wird. Diese Folge ist in unterschiedlicher Hinsicht überaus bemerkenswert. Zum einen kombiniert sie klassische South Park Zeichentrick Elemente mit Passagen von World of WarCraft Machinima in bisher nicht bekannter Qualität mit perfekter Lippensynchronisation und intensiver Interaktion zwischen den virtuellen Charakteren. Zum anderen gibt sie eine unerwartet umfangreiche Einführung in zentrale Aspekte von MMORPGs und positioniert sich somit – gewollt oder ungewollt – als komödiantischer Kurzfilm mit Bildungsanspruch.
Mehr "Make Love, not WarCraft" »
Die vergangenen zwei Wochen waren für mich, als Projektleiter der BuPP im Jugendministerium, von der - vom Amoklauf in Emsdetten (Bericht im Spiegel) ausgelösten - Debatte über sie so genannten "Killerspiele" geprägt. In zahlreichen Gesprächen und Interviews zum Thema aber auch aus der Beobachtung der Medienberichterstattung dazu, wurden für mich einige Punkte deutlich, die ich mit meiner ersten Wortmeldung hier kurz zusammenfassen möchte:
Mehr "Was von der "Killerspiel"-Debatte bleibt" »
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